Ulla-Hahn-Haus

Literatur und Sprache in Monheim am Rhein
Literarischer Spaziergang auf Monheimer Spuren der Schriftstellerin Ulla Hahn

Am Mittwoch, 7. Dezember,  zeigt die ARD um 20.15 Uhr die Verfilmung von Ulla Hahns biografisch geprägtem Roman „Aufbruch“. Wer sich für die aus Monheim am Rhein stammende Schriftstellerin und ihr Werk interessiert, kann nun an einem literarischen Spaziergang durch ihre Heimatstadt teilnehmen.

Auch wenn der fiktive Ort in Hahns Romanreihe nicht Monheim, sondern „Dondorf“ heißt und die Protagonistin nicht Ulla Hahn, sondern Hilla Palm, sind dennoch viele Bezüge erkennbar: So wird etwa aus dem Schelmenturm im Roman „Das verborgene Wort“ der „Schinderturm“, aus der Neustraße die „Altstraße“ und der Buchhändler, bei dem Hilla Palm ihre Bücher kauft, wird „Kaisers Karl“ genannt – sicher in Anlehnung an den „echten“ Monheimer Buchhändler, Karl König.

Ab Januar kann man Bezüge wie diese bei einem literarischen Spaziergang erkunden. Am Ende dieser Spurensuche kann jeder für sich entscheiden, wie viel Ulla Hahn in Hilla Palm steckt.

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Große Freude über den Ulla-Hahn-Autorenpreis

Die strahlende Preisträgerin Shida Bazyar (links) mit Ulla Hahn und Bürgermeister Daniel Zimmermann im Ratssaal. Foto: Ulla-Hahn-Haus

Die strahlende Preisträgerin Shida Bazyar (links) mit Ulla Hahn und Bürgermeister Daniel Zimmermann im Ratssaal. Foto: Ulla-Hahn-Haus

„Dieser Roman erzählt uns eine große Geschichte, die sich aus vier Kapiteln schlüssig fügt – und mit seinem Epilog eine bemerkenswerte Pointe setzt.“ Unter anderem mit diesen Worten lobte Laudator Stephan Lohr in seiner Rede die junge Schriftstellerin Shida Bazyar. Für ihren ersten Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ erhielt sie am Samstagabend den in diesem Jahr mit 10.000 Euro dotierten Ulla-Hahn-Autorenpreis. Er wurde feierlich im Ratssaal der Stadt Monheim am Rhein verliehen. Von Bürgermeister Daniel Zimmermann wurde Shida Bazyar außerdem gebeten, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen – was sie sehr gerne tat.

„Warum freue ich mich über unsere Wahl in diesem Jahr ganz besonders: Weil es diesem Buch gelingt, ein aktuelles, brisantes Thema mit sprachlicher Souveränität zu meistern“, betonte die in Monheim aufgewachsene bekannte Schriftstellerin Ulla Hahn. Es geht um Integration. Es ist eine aufrüttelnde Familiengeschichte, die 1979 in Teheran beginnt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart.

„Ich bin glücklich und dankbar, heute den Ulla-Hahn-Autorenpreis entgegennehmen zu dürfen“, sagte Shida Bazyar. Am folgenden Tag präsentierte sie Auszüge ihres Werkes auch öffentlich in einer Lesung im Ulla-Hahn-Haus.

Shida Bazyar ist eine deutsche Autorin mit iranischen Wurzeln. Sie wurde 1988 in Hermeskeil geboren und studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Ihr erster Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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Vorlesekontrolleure begeistern in der Linie 791

Eine ganz sicher nicht alltägliche Situation kürzlich in der Linie 791 der Bahnen der Stadt Monheim (BSM): „Guten Tag, ich bin ein Vorlesekontrolleur, wurde Ihnen heute schon vorgelesen?“ Mit dieser Frage stellten sich Kinder und Jugendliche des Leseclubs der Sekundarschule vor. Die meisten Fahrgäste waren begeistert und empfanden die spontane Aktion als eine gelungene Abwechslung. Anlass war der bundesweite Vorlesetag. Sekundarschüler mit Leseclubbetreuerin Angela Floßdorf, Julia Gerhard vom Ulla-Hahn-Haus und BSM-Mitarbeiter würdigten ihn auf ihre ganz eigene Art.

Die Kinder hatten sich unter anderem Gedichte von Paul Maar, Jutta Richter und Heinz Erhardt ausgesucht, die sie mit viel Begeisterung vortrugen. „Das große Lampenfieber verflog nach den ersten Erfolgserlebnissen. Und dann wollten die Vorlesekontrolleure vom Leseclub der Sekundarschule gar nicht mehr aufhören“, beschreibt es Julia Gerhard. Im Anschluss überreichten sie den Fahrgästen dann ein „Vorleseticket“. Das Fazit von BSM-Betriebsleiter Michael Hamann: „So eine gelungene Aktion sollte doch eigentlich wiederholt werden.“

In den Monheimer Leseclubs können Kinder und Jugendliche neue Bücher kennenlernen und in der Gruppe kreativ werden. Man unterstützt sich gegenseitig und motiviert zum regelmäßigen Lesen. Auch die Grundschule am Lerchenweg hat einen Leseclub. Ebenso das Ulla-Hahn-Haus, das die Aktion gemeinsam mit der Stiftung Lesen unter anderem über das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt und koordiniert. (nj)


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Sprachbegeisterte Jugendliche stellen Texte im Rheincafé vor

Wortgewaltige Autoren präsentieren ihre Texte in verschiedenen Schnelligkeiten, Lautstärken und mit vielen Emotionen – beim Poetry Slam geht es um alles, vor allem aber um den Spaß. Beim Literaturwettstreit treten verschiedene Schreiber gegeneinander an. Am Ende entscheidet das Publikum, welcher Text am besten gefallen hat.

Am Samstag, 26. November, können Schreibbegeisterte ab 13 Jahren ihre eigenen Texte vorstellen. Im Rahmen des Landesförderprogramms „Kulturrucksack NRW“ bietet das Rheincafé, Turmstraße 21, in Zusammenarbeit mit dem Ulla-Hahn-Haus einen Workshop mit Profi-Slammer Dean Ruddock an. Von 11 bis 17 Uhr arbeiten die Teilnehmer an eigenen Texten und lernen, diese auf die Bühne zu bringen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden im Rheincafé oder im Ulla-Hahn-Haus unter Telefon 02173 951-4140,  per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder im Internet unter www.monheim.de/kulturrucksack-nrw entgegen genommen.

Am Abend findet um 19 Uhr ein öffentlicher Slam für alle Interessierten statt. Die Teilnehmer des Workshops haben dann die Gelegenheit, ihre Texte auf der Bühne zu präsentieren. Welcher Slammer am meisten überzeugen, entscheidet am Ende das Publikum. (bh)

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Die "Jungen Monheimer Schreiber"

Das Ulla-Hahn-Haus bietet ab sofort eine offene Schreib-Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren an. Jeden Donnerstag um 19 Uhr treffen sich die „Jungen Monheimer Schreiber“, an der Neustraße 2-4, um eigene Texte zu verfassen oder gemeinsam über neue Ideen zu diskutieren.

„Neben der eher klassischen Arbeit mit Romanen und Gedichten sind dabei auch ganz andere Formen möglich“, lädt Gruppenleiter Siegfried Bast ein, der seit Anfang September mit zum Team des Ulla-Hahn-Hauses gehört. „Wir können uns zum Beispiel ebenso gemeinsam an Satire-Texten versuchen, lernen, wie man gute Rezensionen schreibt, oder den persönlichen Stil für einen eigenen Blog finden.“

Vorgesehen ist, in unregelmäßigen Abständen auch Gastdozenten einzuladen, die ihre Expertise in die Gruppe einbringen. „Das können dann ebenso ein Autor wie ein Poetry-Slammer sein, ein Gag-Schreiber aus der Fernsehbranche, ein Satire-Redakteur oder vielleicht auch jemand wie ein Literaturagent, der sich beim Suchen und vor allem Finden passender Verlage auskennt“, gibt Siegfried Bast erste Einblicke ins Konzept und seine weiteren Pläne. „Die genaue Auswahl der Gastdozenten steht jedoch bewusst noch nicht fest, da wir sie natürlich gerne auf die konkreten Interessen in der Gruppe abstimmen möchten.“ Einflussnahme ist also ausdrücklich erwünscht!

Auch bei Stadtfesten oder Events im Ulla-Hahn-Haus können die heimischen Autorinnen und Autoren dann künftig ihre Werke und Texte präsentieren. Die „Jungen Monheimer Schreiber“ treffen sich jeden Donnerstag ab 19 Uhr im Ulla-Hahn-Haus. Das Angebot ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Es gilt: Einfach vorbeikommen und mitmachen! (ts)


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